DER ABRISS DER MAUER UND DIE HEUTIGEN RESTE

Nach der Öffnung der Mauer setzte ihr Abriss ein. Sogenannte „Mauerspechte“ brachen sich ihre Souvenirs heraus. Eine immer größer werdende Zahl neuer Grenzübergänge ließ zahlreiche Breschen entstehen. Grenzsoldaten begannen damit, den Signalzaun und weitere Elemente der Grenzsperren abzubauen. Sowohl die Regierung der DDR als auch Angehörige der Grenztruppen begannen, über eine Vermarktung der Mauer nachzudenken. Ihre Teile wurden in alle Welt verkauft. Im Juni 1990 begann an der Ackerstraße zwischen den Bezirken Wedding und Mitte der systematische Abbau der Grenzanlagen, der am Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen war. Erste Mauerstücke wurden 1990 unter Denkmalschutz gestellt.

Erinnerung: Netzwerk Orte und Stätten des "Eisernen Vorhangs"

Das Netzwerk Orte und Stätten des "Eisernen Vorhangs" verbindet Einrichtungen und Orte miteinander, die Aspekte der einstigen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Trennungslinie im Kalten Krieg vermitteln. Unter den insgesamt zwölf Institutionen sind auch die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu finden. Das Netzwerk wurde 2011 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet.

zurück
Abriss der Mauer

Abriss der Mauer in der Bernauer Straße, 1990, Foto: R. Just, Gedenkstätte Berliner Mauer

VIDEO

Mauerspechte in Aktion
Video ansehen

WEITERE INFORMATIONEN

Download: Abbau und Reste der Mauer [PDF, 990,00 KB]