EINBLICKE IN DIE SAMMLUNGEN - ARCHIV

Mauerbau vor der Haustür - Schenkung von Wolfgang Ohlendorf

Schenkung Wolfgang Ohlendorf - F-023731Zum Zeitpunkt des Mauerbaus wohnte die Familie Ohlendorf direkt an der Grenze in Berlin-Kreuzberg in der Sebastianstraße 84. Das Haus gehörte zu West-Berlin und lag im amerikanischen Sektor. Die Straße einschließlich des Bürgersteigs vor dem Haus war jedoch schon Ost-Berlin. Mitte August 1961 wurde die Mauer vor dem Haus der Familie errichtet und führte die gesamte Straße entlang. Der Bürgersteig durfte, obwohl er im sowjetischen Sektor lag, bald wieder von den Anwohnern benutzt werden. Günter Ohlendorf, der Vater der Familie, verfolgte und dokumentierte den Mauerbau mit seiner Kamera. Der Sohn Wolfgang Ohlendorf hat nun diese Fotografien der Stiftung Berliner Mauer geschenkt. An den Aufnahmen fällt besonders auf, dass sie ein eher nüchternes und unaufgeregtes Bild vom Ablauf des Mauerbaus vermitteln.

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Vorbereitung zur Republikflucht: Fotografien aus der Ost-Perspektive auf die Berliner Mauer von D. Hubert Peuker

Peuker, Abb. 33, Vorschaubild Innerhalb der fotografischen Bestände der Sammlung stellen die Bilder D. Hubert Peukers eine Besonderheit dar, weil sie die "Ost-Perspektive" auf die Berliner Mauer zeigen. Das Betreten des Grenzgebietes war allen DDR-BürgerInnen strengstens untersagt - ausgenommen AnwohnerInnen mit Sonderausweis - und wurde von offizieller Seite als Vorbereitung zu einer „Republikflucht“ gewertet. Insbesondere das Erstellen von filmischen bzw. fotografischen Aufnahmen erhärtete diesen Verdacht.

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Unbekannte Filmaufnahmen vom Mauerbau

Mauerbau am Brandenburger Tor Als Schüler erlebte der Berliner Joachim Fechner den Mauerbau im Wedding. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Wolfgang nahm er im Sommer und Herbst 1961 immer wieder die Filmkamera seines Vaters in die Hand und hielt historische Ereignisse auf Schmalfilm fest. Zwei originale Filmrollen mit zusammengefügten Aufnahmen hat Joachim Fechner der Stiftung Berliner Mauer übergeben, die nun digitalisiert worden sind und erstmals öffentlich präsentiert werden können.

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John F. Kennedy in Berlin

John F. Kennedy in Berlin 1963 Die Berlin-Krise von 1958 bis 1963 war eine Machtprobe für beide Blöcke des Kalten Krieges. In dieser Zeit besuchte der amerikanische Präsident John F. Kennedy Deutschland und Berlin. Er bekräftigte die Solidarität der USA mit West-Deutschland und wurde zum Hoffnungsträger für die Bevölkerung. Viele Privatpersonen drängten sich an den Straßen und Plätzen West-Berlins, um den US-Präsidenten an diesem 26. Juni 1963 zu begrüßen.

In unserer Sammlung befinden sich einige Bilder zu diesem Ereignis vor 50 Jahren. Diese Fotografien befanden sich in einem privaten Nachlass und dokumentieren den Kennedy-Besuch 1963.

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Passierscheinabkommen

Ausschnitt Zeitungsartikel Nach dem Mauerbau am 13. August 1961 gab es für die Berliner keinerlei Möglichkeit, Verwandte, Freunde oder Kollegen im anderen Teil der Stadt zu besuchen. Persönliche Kontakte wurden soweit wie möglich unterbunden. Sowohl die Bundesregierung als auch der Berliner Senat lehnten als Reaktion in den ersten zwei Jahren nach dem Mauerbau alle offiziellen Kontakte zwischen Ost und West ab. Als damaliger Regierender Bürgermeister suchte Willy Brandt aber gleichzeitig nach pragmatischen Lösungen, die Situation für die durch die Teilung der Stadt zerrissenen Familien zu verbessern. Das Passierscheinabkommen vom Dezember 1963 ermöglichte den West-Berlinern zum ersten Mal den Grenzübertritt für einen Verwandtenbesuch im Osten.

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