GOODBYE CHECKPOINT CHARLIE

Die internationalen Verhandlungen zur deutschen Einheit

Am Vormittag des 22. Juni 1990 wird am Checkpoint Charlie das Kontrollhäuschen der westlichen Alliierten in einem militärischen Festakt abtransportiert. Ein Symbol des Kalten Krieges in Berlin ist überflüssig geworden. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. An diesem Tag werden die internationalen Zwei-plus-Vier-Verhandlungen zur deutschen Einheit in Ost-Berlin fortgeführt. Die daran beteiligten Außenminister der USA, der Sowjetunion, Frankreichs, Großbritanniens, der Bundesrepublik und der noch existierenden DDR nehmen gemeinsam am Festakt teil. Im Anschluss verhandeln sie im Ost-Berliner Schloss Schönhausen über die zukünftige Souveränität eines geeinten deutschen Staates. Das Treffen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Zwei-plus-Vier-Vertrag, der im September 1990 unterzeichnet wird und das Ende der Teilung Deutschlands besiegelt.

Die Stiftung Berliner Mauer nimmt gemeinsam mit dem AlliiertenMuseum, dem Institut für Zeitgeschichte – Berliner Kolleg Kalter Krieg, dem Verein Zentrum Kalter Krieg – Black Box und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die Ereignisse dieses historischen Tages zum Anlass, 30 Jahre später erneut an die internationalen Verhandlungen auf dem ereignisreichen Weg zur deutschen Einheit zu erinnern.

Nachgefragt.
ZeitzeugInnen und WissenschaftlerInnen im Interview

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  • 2 + 4 = 1 demokratisches Deutschland
    11.06
  • Florian Weiß im Gespräch mit Dr. Tim Geiger

    Die komplexen historischen Zusammenhänge der internationalen Verhandlungen zur deutschen Einheit erklärt der Historiker Dr. Tim Geiger auf Nachfrage des Museumskurators Florian Weiß. Im Gespräch erläutern sie die unterschiedlichen Ansprüche und Forderungen der Verhandlungsparteien und beleuchten die diplomatischen Herausforderungen am Ende des Kalten Kriegs.

  • Es waren turbulente Zeiten
    8.03
  • Prof. Dr. Hermann Wentker im Gespräch mit Markus Meckel

    „Es waren turbulente Zeiten“, leitet der Zeithistoriker Prof. Dr. Hermann Wentker das Gespräch mit dem Zeitzeugen Markus Meckel ein, der vor 30 Jahren als Außenminister der DDR am Festakt am Checkpoint Charlie teilnahm und Gastgeber der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen im Schloss Schönhausen war. Gemeinsam richten sie den Blick zurück auf die Handlungsspielräume und Ziele des Politikers im Verhandlungsprozess zur deutschen Einheit.

    Im August 2020 folgen weitere Gespräche mit der damaligen West-Berliner Sozialsenatorin und Bürgermeisterin Ingrid Stahmer und der Historikerin Dr. Susanne Muhle.

Einblicke in die Sammlungen des AlliiertenMuseums und der Stiftung Berliner Mauer

Am Checkpoint Charlie trifft die Geschichte der Berliner Mauer und der Grenzübergangsstellen der DDR auf die internationale Geschichte der westlichen Alliierten in Berlin. Die Sammlung des AlliiertenMuseums basiert auf den 1994 übergebenen Beständen der amerikanischen, britischen und französischen Streitkräfte. Hierzu gehören militärisches Großgerät, Uniformen und Alltagsgegenstände sowie eine Vielzahl von Archivalien, Fotos und Filmen. Die Sammlung der Stiftung Berliner Mauer ist spezialisiert auf Objekte, Fotografien, Dokumente und biographische Konvolute zur Geschichte der Berliner Mauer und ihren Auswirkungen. Zudem ist das Lapidarium der Gedenkstätte der zentrale Lagerort für die originalen Mauerreste aus ganz Berlin.

In der Fotogalerie zeigen wir Exponate aus beiden Sammlungen zum Checkpoint Charlie und der GÜSt Friedrichstraße/Zimmerstraße aus den Jahren 1989/90.

Goodbye Charlie – Historische Filmaufnahmen vom Abtransport

Am 22. Juni 1990 wird das alliierte Kontrollhäuschen am Checkpoint Charlie abgebaut. Bei diesem militärischen Festakt liegt die Regie in amerikanischer Hand. Für interne Dokumentationszwecke nimmt die US Army Berlin den gesamten Ablauf mit der Filmkamera auf. Das Material befindet sich im Besitz des AlliiertenMuseums.

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  • Vorfahrt der Zwei-plus-Vier-Außenminister am Checkpoint Charlie
    3.52
  • Rede des amerikanischen Stadtkommandanten von Berlin
    5.57
  • Rede der Bürgermeisterin von Berlin (West)
    4.13
  • Rede des Oberbürgermeisters von Berlin (Ost)
    3.16
  • Rede des britischen Außenministers
    0.31
  • Rede des französischen Außenministers
    3.31
  • Rede des sowjetischen Außenministers
    4.54
  • Rede des bundesdeutschen Außenministers
    3.39
  • Rede des Außenministers der DDR
    4.26
  • Rede des amerikanischen Außenministers
    2.40
  • Schließung des Checkpoint Charlie und Abzug der Militärpolizei
    2.12
  • Rede des britischen Stadtkommandanten von Berlin
    1.15
  • Spektakuläre Inszenierung des Abbaus des Checkpoint Charlie
    4.14
  • Abgang der Zwei-plus-Vier-Außenminister
    0.25

Presseberichte

Der Berliner Tagesspiegel berichtet ausführlich über die feierliche Zeremonie am Checkpoint Charlie und dokumentiert die internationalen Redebeiträge in deutscher Übersetzung:

Der Tagesspiegel vom 23. Juni 1990 [PDF, 1,7 MB]

Checkpoint Charlie im Museum

Das alliierte Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie wird seit 1994 auf dem Freigelände des AlliiertenMuseums in Berlin-Dahlem ausgestellt. Begleiten Sie den Direktor des Museums Dr. Jürgen Lillteicher bis ins Innere und erfahren dabei Grundlegendes zur Geschichte und Funktion dieses besonderen zeitgeschichtlichen Objekts.

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PODIUMSDISKUSSION

Podiumsdiskussion am 22. Juni 2020 Live-Mitschnitt der Podiumsdis-kussion „Goodbye Checkpoint Charlie“ vom 22. Juni 2020 aus dem asisi-Panorma Berlin mit den Zeitzeugen James D. Bindenagel, Jürgen Chrobog, Markus Meckel und der Historikerin Hope M. Harrison. Moderation: Shelly Kupferberg.

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Goodbye Checkpoint Charlie

Podiumsdiskussion „Goodbye Checkpoint Charlie“ vom 22. Juni 2020 live aus dem asisi-Panorma mit den Zeitzeugen James D. Bindenagel, Jürgen Chrobog, Markus Meckel und der Historikerin Hope M. Harrison. Moderation: Shelly Kupferberg.

© Stiftung Berliner Mauer

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