Sie sind hier: Startseite | Presse

FREITAG, 16. MÄRZ 2018
ZUM 88. GEBURTSTAG DES AKTIONSKÜNSTLERS BEN WAGIN

Stiftung Berliner Mauer gratuliert dem Schöpfer des „Parlaments der Bäume“

Die Stiftung Berliner Mauer gratuliert dem Aktionskünstler und Schöpfer des Mauer-Gedenkortes „Parlament der Bäume“, Ben Wagin, zu seinem 88. Geburtstag, der in diesem Monat gefeiert wird. Auf Initiative Ben Wagins entstand das „Parlament der Bäume“ seit 1990 am östlichen Spreeufer gegenüber dem Reichstagsgebäude. Mit seinem Verein „Baumpaten“ pflanzte Wagin Bäume auf dem ehemaligen Grenzstreifen, wo ein großes Teilstück der Hinterlandmauer erhalten war. Die verbliebenen Mauerstücke gestaltete Wagin mit anderen Künstlern zu einem Erinnerungsort für die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze um. Wegen der Errichtung der Bundestagsbauten am Spreebogen musste das Gedenkareal Ende der 1990er Jahre verkleinert werden. Ein Teil der originalen, von Wagin gestalteten Mauersegmente wurde im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus untergebracht. Sie dienen heute als öffentlich zugängliches Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, betont:
„Ich gratuliere Ben Wagin ganz herzlich zu seinem 88. Geburtstag. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass an diesem symbolträchtigen Ort, in Sichtweite unseres Parlaments, heute an die Opfer der deutschen Teilung erinnert wird. Dass dieser Ort seit November 2017 endlich unter Denkmalschutz steht, ist ein Meilenstein – und auch eine wunderbare Würdigung für die künstlerische Arbeit Ben Wagins, dem die Stiftung Berliner Mauer seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist. Ich wünsche ihm und uns allen, dass er Berlin noch lange mit seinem kritischen Geist und seinem künstlerischen Ideenschatz bereichern wird.“

Das „Parlament der Bäume“ und das Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestags sind Teil des „Gesamtkonzepts zur Erinnerung an die Berliner Mauer“, das der Berliner Senat in Abstimmung mit dem Bund im Jahr 2006 aufgelegt hat und zu dem auch die Gedenkstätte Berliner Mauer, die Gedenkstätte Günter Litfin (Wachturm am Kieler Eck) sowie die East Side Gallery gehören.


Ben Wagin, geboren 1930, lebt seit 1957 in Berlin. Ebenso lange ist die Stadt sein künstlerisches Aktionsfeld: Hier hat er Ausstellungen realisiert, Wände bemalt, Bäume gepflanzt. Erwachsen fühle er sich noch nicht, ließ der aufmüpfige Aktivist kürzlich augenzwinkernd mitteilen; umtriebig ist er in jedem Fall nach wie vor. Derzeit bereitet Wagin eine neue Buchveröffentlichung vor: Im Sommer 2018 soll ein großformatiger Bildband erscheinen, der sein künstlerisches Lebenswerk bündelt. Anlässlich seines runden Geburtstags will Wagin das Buch erstmals präsentieren. Zuletzt erschien 2015 seine Autobiografie „Nenn mich nicht Künstler“ (Ch. Links Verlag).


Für Presseanfragen anlässlich seines 88. Geburtstags steht Ben Wagin am Dienstag, den 20. März 2018, ab 11 Uhr auf seinem Kunst-Areal am Anhalter Bahnhof (alte „Ladestraße“ zwischen Möckernstr. und Technikmuseum) zur Verfügung. Um vorherige telefonische Anmeldung unter 030 / 392 60 49 oder 0171 / 1517121 wird gebeten.


Pressemitteilung als PDF [PDF, 90,00 KB]