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MONTAG, 13. AUGUST 2018
ERINNERUNG AN DEN BAU DER BERLINER MAUER VOR 57 JAHREN

Zentrale Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer

Berlin, 13. August 2018 – Die zentrale Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 hat heute in der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße stattgefunden. Anlässlich des 57. Jahrestags des Mauerbaus sagte der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier: „Nichts hat der kommunistischen Herrschaft in Ostdeutschland nachhaltiger das Gesicht einer Diktatur gegeben als die Berliner Mauer, die die Stadt zwischen August 1961 und November 1989 teilte. Es ist uns Auftrag und Verpflichtung, die Erinnerung an die Opfer von Mauer und Teilung wach zu halten – und zwar an jedem Tag des Jahres. In den Ausstellungen der Gedenkstätte Berliner Mauer, im Rahmen unserer Bildungsangebote sowie in den beinahe täglich stattfindenden Andachten in der Kapelle der Versöhnung gedenken wir der Opfer. Dabei ist es ist die Kernaufgabe dieses Ortes, die Bedeutung von Demokratie und Freiheit immer wieder neu herauszuarbeiten und zu vermitteln.“

Rund 150 Gäste nahmen an der Gedenkveranstaltung teil, darunter die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau, der amtierende Bundesratspräsident und Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, Berlins Kultursenator Klaus Lederer, der Innenminister des Landes Brandenburg, Karl-Heinz Schröter, der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU), Roland Jahn, der Botschafter der USA, Richard A. Grenell, Südkoreas Botschafter Bum Goo Jong, zahlreiche ZeitzeugInnen, VertreterInnen von Opferverbänden sowie Angehörige von Opfern an der Berliner Mauer.

Die Erinnerung an die Teilung der Stadt stand im Mittelpunkt der Gedenkandacht in der Kapelle der Versöhnung. Wie stark die Teilung auch die Westdeutschen emotional mitnahm, verdeutlichte der Zeitzeuge Christoph Schmidt-Krayer (*1936), der als westdeutscher Student 1961 an der Technischen Universität Berlin eingeschrieben war und sich nach dem 13. August kurzzeitig als Fluchthelfer für seine Kommilitonen engagierte. In der Andacht las er eine Passage aus seinem Tagebuch, in dem er seine Eindrücke vom Tag des Mauerbaus und den Folgetagen festgehalten hat.
Nach der Andacht wurden am Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer, das den Opfern kommunistischer Gewaltherrschaft gewidmet ist, Kränze niedergelegt.





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Pressekontakt: Gesine Beutin | Stiftung Berliner Mauer | Bernauer Straße 111 | 13355 Berlin
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