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FREITAG, 28. SEPTEMBER 2018
EV. VERSÖHNUNGSGEMEINDE BERLIN UND STIFTUNG BERLINER MAUER VERABSCHIEDEN RAINER JUST

Berlin, 28. September 2018 – Der langjährige Mitarbeiter für Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Berlin, Rainer Just, geht zum 30. September 2018 in den Ruhestand. Hauptwirkungsstätte Rainer Justs war die Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße, die Teil der Gedenkstätte Berliner Mauer ist. Rainer Just hat die Entwicklung der Gedenkstätte seit dem Mauerfall als ständiger Begleiter, Dokumentar und Beförderer unzähliger Veranstaltungen auf und am Rande des Gedenkstättengeländes wesentlich mitgeprägt.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, spricht Rainer Just seinen Dank aus: „Herr Just war für die Entwicklung der Gedenkstätte Berliner Mauer von Anbeginn eine Konstante, deren Wert nicht hoch genug geschätzt werden kann. Sein Wissen zur Geschichte des Ortes wie auch zur Berliner Mauer, seine Unterstützung in unzähligen kleinen und großen Angelegenheiten, nicht zuletzt seine Freundlichkeit und unermüdliche Hilfsbereitschaft sind fester, kostbarer Bestandteil des Stiftungsalltags gewesen. Für seine viele Jahre währende Kollegialität und Freundschaft danken wir Rainer Just von Herzen. Dass wir unlängst mit seiner Hilfe das Archiv der Versöhnungsgemeinde in unsere Sammlung integrieren konnten, ist für die Arbeit der Stiftung Berliner Mauer ein riesiges Geschenk und eine unschätzbare Bereicherung. Wir wünschen Rainer Just für seinen Ruhestand alles erdenklich Gute.“

Seit 1980 war Rainer Just in unterschiedlichen Funktionen für die Evangelische Versöhnungs-gemeinde an der Bernauer Straße tätig. An der Seite der Pfarrer Manfred Fischer und Thomas Jeutner war es ihm seit der Zeit des Mauerfalls stetes Anliegen, den einstigen Grenzstreifen durch bürgerschaftliches Engagement in das Leben der Stadt zurückzuholen. So beförderte er mit großer Begeisterungsfähigkeit zahlreiche künstlerische Projekte auf dem Gelände der heutigen Gedenkstätte. Unermüdlich wirkte er am Bau der Kapelle der Versöhnung mit, die im Jahr 2000 am Standort der ehemaligen, 1985 auf Befehl der DDR-Regierung gesprengten Versöhnungskirche feierlich eingeweiht wurde.

Von Beginn seiner Tätigkeit für die Gemeinde sammelte Just dokumentarische Beiträge zur Geschichte der Mauer wie zur Berliner Teilungsgeschichte. Er filmte und dokumentierte zahllose Veranstaltungen, Ereignisse und Veränderungen auf dem Gelände rund um seine Gemeinde, darunter u. a. die Sprengung der Versöhnungskirche im Januar 1985. Für die Arbeit der Stiftung Berliner Mauer ist sowohl das private Archiv Rainer Justs als auch das unter seiner Leitung stetig gewachsene Archiv der Versöhnungsgemeinde von größter Bedeutung.


Die offizielle Verabschiedung von Rainer Just findet statt
am Sonntag, 30.09.2018, um 10.00 Uhr
in der Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße 4, 10115 Berlin

im Rahmen des Erntedank-Gottesdienstes

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Pressekontakt:
Gesine Beutin | Stiftung Berliner Mauer | Bernauer Straße 111
13355 Berlin | Tel. 030 / 467 9866 62 | mobil 0179 / 5995584 | E-Mail