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FREITAG, 2. NOVEMBER 2018
PROJEKTE JUNGER MENSCHEN ZUR GESCHICHTE DER BERLINER MAUER

Gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Berliner Mauer und Bundesstiftung Aufarbeitung zum Jahrestag des Mauerfalls

Veranstaltungshinweis:
Mauerfall – Verdammt lang her?
Projekte junger Menschen zur Geschichte der Berliner Mauer

Podiumsgespräch und Projektpräsentationen
Donnerstag, 8. November 2018 | 18 Uhr
Gedenkstätte Berliner Mauer | Besucherzentrum
Bernauer Straße 119, 13355 Berlin
Eintritt frei | Anmeldung nicht erforderlich

Berlin, 2. November 2018 – Wie blicken Jugendliche heute auf die Geschichte der deutschen Teilung, die Friedliche Revolution und die Wiedervereinigung? Am Vorabend des 29. Jahrestages des Mauerfalls laden die Stiftung Berliner Mauer und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur junge Menschen ein, ihre Projekte vorzustellen, in denen sie sich mit der Berliner Mauer auseinandergesetzt haben. Fast alle nach 1989 geboren, haben die Podiumsgäste dafür vielfältige Zugänge und Darstellungsformen gewählt: Von Interview und Buchpublikation über Theater, Fotografie und bildende Kunst bis zu interaktiver Performance, Modern Dance und Film. Unter dem Motto „Mauerfall – Verdammt lang her?“ versammelt das Podiumsgespräch am Donnerstag, den 8. November 2018, um 18 Uhr im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer vier Projektpräsentationen und eine Filmvorführung. Moderiert wird der Abend von der Journalistin Jacqueline Boysen. Der Eintritt ist frei.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, sagt dazu:
„Welche Bezüge Jugendliche und junge Erwachsenen heute noch zur Berliner Mauer haben, erfahren wir im Rahmen unserer historisch-politischen Bildungsarbeit immer wieder aus erster Hand. An diesem Abend wollen wir jungen Menschen ein Forum bieten, ihre Perspektiven auf die Geschichte der Mauer einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Kreativität und Vielfalt der Projekte und Arbeiten, die die Jugendlichen vorstellen werden, haben uns nachhaltig beeindruckt. Wir fragen sie, was sie an diesem Kapitel der Zeitgeschichte fasziniert – und was sie sich von jenen wünschen, die sich professionell mit der historischen Aufarbeitung befassen.“

Die Mitwirkenden und ihre Projekte:

Leonie Kuhn, Absolventin des Abitur-Jahrgangs 2018 der Kantonsschule Wettingen/Schweiz, hat die Geschichte der Berliner Mauer zum Thema ihrer Abschlussarbeit gemacht. Entstanden ist eine Ensemble-Choreographie, deren einzelne Szenen historische Ereignisse rund um die Berliner Mauer tänzerisch interpretieren – und ein professionell gefilmtes Modern-Dance-Video, das am Veranstaltungsabend gezeigt wird.

SchülerInnen des Berliner Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums haben mit ihrem Kurs Darstellendes Spiel (Klasse 10) im Frühjahr 2018 das Stück #BerlinBerlin am Theater Strahl Berlin als Premierenklasse begleitet, sich in Probenbesuchen sowie begleitenden Workshops der Stiftung Berliner Mauer mit der Geschichte der Teilung beschäftigt – und die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung in einer Ausstellung visualisiert.

Für das von der LiteraturInitiative Berlin initiierte Interview-Projekt „Geteilte Ansichten – Jugendliche stellen Fragen zur Deutschen Einheit“ haben SchülerInnen u. a. des Schadow-Gymnasiums in Berlin-Zehlendorf bekannte ZeitzeugInnen nach ihren Erfahrungen mit der Teilung befragt. Das Projekt (2013–2015) mündete in eine Publikation im Verlag ueberreuter.

Die Regisseurin Chang Nai Wen und der Schauspieler Jonathan Kwesi Aikins fragten in ihrer Performance „We are The Play“ (2014) danach, wie MigrantInnen in Deutschland den Mauerfall und die Wiedervereinigung erlebt haben. Spielerisch und interaktiv erlebte das Publikum auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer dabei gegensätzliche Erfahrungen – zwischen Feierstimmung und Angst als Folge der Freiheit.

Die Journalistin Dr. Jacqueline Boysen konzipiert und moderiert seit vielen Jahren öffentliche Podiumsdiskussionen und Zeitzeugengespräche zu Fragen aus Politik und Zeitgeschichte. Schwerpunkte ihrer Arbeit als Berichterstatterin, Publizistin und Moderatorin sind Themen der Bildungs- und Erinnerungspolitik, der deutsch-deutschen Vergangenheit und Folgen der deutschen Teilung, aber auch ethische, kulturelle und kirchenpolitische Fragen. Im Jahr 2001 erschien ihre Biographie über Angela Merkel. Seit 2015 arbeitet sie auch als Redenschreiberin für den Bundestagspräsidenten.


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Pressekontakt:
Gesine Beutin | Stiftung Berliner Mauer
Bernauer Straße 111 | 13355 Berlin
Tel. 030 / 467 9866 62 | E-Mail