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FREITAG, 28. FEBRUAR 2020
STIFTUNG BERLINER MAUER UNTERZEICHNET BERLINER ERKLÄRUNG DER VIELEN

Berlin, 28. Februar 2020 – Die Stiftung Berliner Mauer hat die »Berliner Erklärung der Vielen« unterzeichnet, um gemeinsam mit weiteren Berliner Kunst- und Kulturinstitutionen gesellschaftliche Solidarität, Vielfalt und Kunstfreiheit zu verteidigen und gegen völkisch-nationalistische Propaganda zusammenzustehen. Mit der Unterzeichnung bezieht die Stiftung Stellung gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, betont: „Fragen der Teilung, Grenzen, Migration und Menschenrechte aus historischer wie gegenwärtiger Perspektive sind die zentralen Themen in der Arbeit der Stiftung Berliner Mauer. Wir verstehen unsere Einrichtungen als Orte des offenen Dialogs, die sich den Werten einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft verpflichten. Wir stellen uns aktiv gegen jedwede Versuche der rechtsextremen Politik, diesen freien Austausch zu unterbinden und Kulturräume für eigene Zwecke zu besetzen.“
Berlin, 28. Februar 2020 – Die Stiftung Berliner Mauer hat die »Berliner Erklärung der Vielen« unterzeichnet, um gemeinsam mit weiteren Berliner Kunst- und Kulturinstitutionen gesellschaftliche Solidarität, Vielfalt und Kunstfreiheit zu verteidigen und gegen völkisch-nationalistische Propaganda zusammenzustehen. Mit der Unterzeichnung bezieht die Stiftung Stellung gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, betont: „Fragen der Teilung, Grenzen, Migration und Menschenrechte aus historischer wie gegenwärtiger Perspektive sind die zentralen Themen in der Arbeit der Stiftung Berliner Mauer. Wir verstehen unsere Einrichtungen als Orte des offenen Dialogs, die sich den Werten einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft verpflichten. Wir stellen uns aktiv gegen jedwede Versuche der rechtsextremen Politik, diesen freien Austausch zu unterbinden und Kulturräume für eigene Zwecke zu besetzen.“

Die »Berliner Erklärung der Vielen« gehört zu einer bundesweiten Kampagne des Vereins »Die Vielen e.V.« und wird seit 2018 von 430 Kultureinrichtungen und mehr als 3000 Privatpersonen durch Veranstaltungen, Aktionen und Demonstrationen unterstützt. Ziel des Vereins ist es, den Austausch der Kulturinstitutionen und Aktiven in der Kulturlandschaft zu intensivieren und damit lokale und überregionale aktive Netzwerke anzuregen.


Die »Berliner Erklärung der Vielen« im Wortlaut:

Berliner Erklärung der Vielen

Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt
Als Aktive der Kulturlandschaft in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Künstler*innen.

Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs und urbanen Orte als offene Räume, die vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.
Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Künstler*innen, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Wir als Unterzeichnende der Berliner Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessenverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung: Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.

Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!


Zur Webseite der Berliner Erklärung der Vielen

Pressemitteilung als PDF [PDF, 210,00 KB]