DO, 29.11.2018 - 19:00 UHR
Grenzen in Europa. Wie umgehen mit neuen Herausforderungen?

Das Bedürfnis nach Abgrenzungen wächst in Europa. Vor diesem Hintergrund diskutiert das Podium die Grenzregime des Kontinents. Der Fall der Eisernen Vorhangs brachte nicht nur ein geeintes Europa hervor: Unweit davon, im zerfallenden Jugoslawien, entstanden gewaltsam voneinander abgegrenzte, ethnisch homogene Gemeinschaften. Das Podium reflektiert solche Ambivalenzen und den Zusammenhang zwischen Migration und Grenzen: Können abgedichtete Grenzen Migration regulieren, und ist die Forderung nach Abgrenzung eine Reaktion auf Zuwanderung? Dabei wird nach dem Verhältnis zwischen Grenzregimen, Souveränität und Menschenrechten zu fragen sein. Es ist möglich, dass Forderungen nach Abgrenzung auf Erfahrungen gesellschaftlicher Unsicherheiten und Spannungen reagieren, die einige hoffen in einer beschützenden Gemeinschaft kompensieren zu können – vielleicht gar in der Neuauflage einer „Volksgemeinschaft“? Nicht zuletzt stellt sich die Frage, was mit unserer Gesellschaft in Deutschland und in Europa geschehen wird, wenn wir den Forderungen nach Abgrenzung nach außen und damit einhergehenden Ausgrenzungen nachgeben.

Moderation: Harald Asel, Berlin, Inforadio (rbb)

Es diskutieren: Dr. Andrea Despot, Direktorin der Europäischen Akademie Berlin; Dr. Ulrike Jureit, Hamburger Institut für Sozialforschung; Gerald Knaus, Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative; Prof. Dr. Regina Römhild, HU Berlin, Institut für Europäische Ethnologie

Das Podiumsgespräch wird aufgezeichnet und voraussichtlich am Sonntag, 06. 01.2019, um 11.05 Uhr, im Inforadio (rbb) ausgestrahlt. Weitere Infos: https://www.inforadio.de/

In Kooperation mit dem Berliner Zentrum für transnationale Grenzforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

Keine Anmeldung erforderlich

Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer | Besucherzentrum, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Eintritt frei