MI, 27.11.2019 - 18:00 UHR
Recht und Gerechtigkeit. Scheidungskulturen und Eigentumsverhältnisse im Umbruch

Ringvorlesung mit Kerstin Brückweh / Anja Schröter (Erfurt / Potsdam)

Vor 30 Jahren wurden die kommunistischen Diktaturen in Mittel- und Osteuropa überwunden. Seitdem steht die Chiffre »1989« für das Wunder der friedlichen Revolution und das Versprechen demokratischer Freiheiten. Tatsächlich hat der revolutionäre Aufbruch zwar umfassende politische und gesellschaftliche Umwälzungen bewirkt. Doch langfristig wurden damit in den Ländern des ehemaligen »Ostblocks« auch Entwicklungen angestoßen und Bewegungen mobilisiert, die die Werte und erkämpften Rechte von damals heute wieder in Frage stellen. Dabei schrecken ihre Vertreter nicht davor zurück, für ihre Anliegen auch mit einstigem Revolutions-Vokabular zu werben. Das Jubiläum bietet die Chance einer doppelten Neuvermessung. Die Ringvorlesung diskutiert erstens »1989« als Teil einer »langen Wende« von der geteilten Welt zum geeinten Europa und zweitens als Referenzpunkt gesellschaftlicher Krisenentwicklungen der Gegenwart. Damit eröffnet die Vortragsreihe neue Perspektiven auf das »Erbe von 1989« und eine Standortbestimmung sowohl der Berliner Republik als auch des heutigen Europas.

Ort:Gedenkstätte Berliner Mauer | Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Die Vortragsreihe wird vom Lehrstuhl für Neueste und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem ZZF zusammen mit der Stiftung Berliner Mauer und in Kooperation mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltet.

Die einzelnen Veranstaltungen der Ringvorlesung werden unter anderem auf www.bundesstiftung-aufarbeitung.de in Ton und Bild dokumentiert.



Programm der Ringvorlesung "1989 - (K)EINE ZÄSUR"