MI, 19.05.2010 - 19:30 UHR
Mauer in der Literatur

In seinem Roman "Der Mauerspringer" formulierte der Schriftsteller Peter Schneider 1982 den heute prophetisch wirkenden Satz: "Die Mauer im Kopf einzureißen wird länger dauern, als irgendein Abrissunternehmen für die sichtbare Mauer braucht".

Die Mauer, der "antifaschistische Schutzwall", wie der Euphemismus für die Staatsgrenze im offiziellen Sprachgebrauch der DDR lautete, wird in der Literatur sehr unterschiedlich beschrieben – je nach politischer Haltung der Autoren: staatsloyale, abtrünnige, aus der DDR in den Westen ausgebürgerte, ausgereiste oder geflüchtete Schriftsteller.

Doris Liebermann stellt unterschiedliche Beschreibungen der Mauer mit Textbeispielen von Uwe Johnson, Peter Schneider, Hans Joachim Schädlich u. a. vor. Die Textbeispiele liest Nico Tech.