MI, 15.06.2011 - 19:00 UHR
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."

Am 15. Juni 1961 erklärt SED-Generalsekretär Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz in Ost-Berlin: »Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.«
Tatsächlich sind die Vorbereitungen hierzu längst im Gang. Doch in Moskau
zögert Chruschtschow, dem Vorhaben »grünes Licht« zu geben, die Sektorengrenzen zu West-Berlin hermetisch abzuriegeln.
Die amerikanische Historikerin Prof. Dr. Hope M. Harrison hat die Hintergründe
des Mauerbaus akribisch ausgeleuchtet. Die Stiftung Berliner Mauer, die
Bundesstiftung Aufarbeitung und der Propyläen Verlag präsentieren zum
Jahrestag der Pressekonferenz Harrisons Studie »Ulbrichts Mauer. Wie die SED
Moskaus Widerstand gegen den Mauerbau brach«. Zudem werden Filmaufnahmen der Pressekonferenz von Ulbricht gezeigt. Im Anschluss diskutieren die Historikerin und der Zeitzeuge Professor Egon Bahr die Umstände des Mauerbaus aus ihrer jeweiligen Perspektive.

Begrüßung
Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer

Vortrag von
Prof. Dr. Hope Harrison, The George Washington University, USA

Präsentation von Auszügen einer TV-Aufzeichnung der internationalen
Pressekonferenz von Walter Ulbricht am 15. Juni 1961
Gespräch zwischen

Prof. Dr. Hope Harrison und Prof. Dr. Egon Bahr (1961 Sprecher des Regierenden Bürgermeisters von West-Berlin)

Mittwoch, 15. Juni 2011, 19.00 Uhr
Besucherzentrum Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer StraSSe 119, 13355 Berlin

Der Eintritt ist frei/Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung wird durchgeführt von der Bundesstiftung Aufarbeitung. In Kooperation und dem Propyläen Verlag.

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