DI, 18.10.2011 - 19:30 UHR
"Berliner Mauer 1987-90": Eine Fotoausstellung von Robert Conrad

Die in dieser Ausstellung präsentierten Motive laden ein, die Berliner Mauer als das Symbol des Kalten Krieges noch einmal zu besichtigen. In den Monaten nach ihrer Öffnung und während ihrer Zerstörung war sie erstmals und zugleich letztmalig in ihren zahllosen technischen Details öffentlich sichtbar. Es war eine Zeit lang möglich, die brutalen, lückenlosen Bauanlagen des „Eisernen Vorhangs“ als gesamtes System nachzuvollziehen: All diese obskuren städtebaulichen Strukturen, diese Barrieren und Schneisen im Stadtbild, die Betonsegmente, Gitterroste und Gräben - oft direkt an die Häuser in Ost- und Westberlin grenzend. Die erschütternde, Tod verheißende Bedeutung, die jeder Quadratmeter dieser Schreckenszone besaß, die dumpfe Alltäglichkeit mit ihren Spuren jahrzehntelanger Flickschusterei und die banalen Sprüche, welche die Posten in die Wände der Wachtürme gekratzt hatten, bilden die Motive dieser Ausstellung.

20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind ihre Spuren weitestgehend aus dem Berliner Stadtbild verschwunden. Nur an wenigen Stellen ist es heute noch möglich, eine gewisse Vorstellung von den damaligen Verhältnissen zu bekommen. Die Ausstellung „Berliner Mauer. 1987 bis 1990“ bietet dem Betrachter eine Hilfestellung, um Geschichte zu erfahren. Robert Conrad ist es in seinen Fotografien gelungen, die den Grenzanlagen eigene Ästhetik des Schreckens und der Trostlosigkeit fotografisch umzusetzen.

Fotoabzüge (C-Prints) vom Kleinbildformat, digitale Retusche, Format der Abzüge: 24cm x 36cm, hinter Glas und mit Passepartout gerahmt, Rahmenaußenmaße: ca. 40cm x 50cm.

Flyer [PDF, 500,00 KB]