DO, 12.04.2012 - 19:00 UHR
"Und ewig pikst das Stacheltier"- Zwänge und Spielräume im DDR-Kultursystem

Die Gedenkstätte Berliner Mauer präsentiert fünf Episoden aus der Reihe, der einst in der DDR so beliebten Kurzspielfilme, die als Vorprogramm bei Kinovorführungen liefen. Anhand der gezeigten Episoden aus den 50er Jahren – darunter drei, die der Zensur zum Opfer fielen und verboten waren – wird anschließend über Zwänge und Spielräume im DDR-Kultursystem diskutiert.

Die Kurzfilme nähern sich auf satirische Art und Weise gesellschaftlichen Missständen in der DDR. Themenauswahl und Genehmigung durch die DDR-Oberen waren oft problembehaftet. Im Mittelpunkt des Abends stehen die Themen „Sozialistische Moral“, „Die offene Grenze“ und „Sozialistisches Theater“. Der Publizist Frank B. Habel und der Filmproduzent Jürgen Haase erläutern den - mitunter trickreichen - Umgang mit politischen Vorgaben.

In Berlin wurden insgesamt zwischen 1953 und 1964 rund 300 Einzelfilme für die Reihe „DAS STACHELTIER“ produziert, die bis in die 1980er Jahre hinein gezeigt wurden.

Begrüßung: Dr. Axel Klausmeier (Direktor Stiftung Berliner Mauer),
Prof. Jürgen Haase (Filmproduzent)
Diskussion: Prof. Jürgen Haase, Frank B. Habel (Publizist)

Eintritt frei, barrierefrei zugänglich

In Kooperation mit dem Wilhelm Fraenger- Institut Berlin