SO, 14.10.2012 - 16:00 UHR
Zeitzeugencafé – Fahnenflüchtige Grenzer im Fadenkreuz der Stasi

Die fahnenflüchtigen Grenzpolizisten Michael Mara und Rudi Thurow berichten von ihrer Flucht und wie sie ins fadenkreuz der Stasi gerieten

Jede gelungene Flucht von Grenzposten war für die SED-Führung ein besonderes Ärgernis. Denn sie verdeutlichte, wie wenig Akzeptanz der „Antifaschistische Schutzwall“ selbst bei seinen Bewachern fand. Fahnenflüchtige Grenzer wurden als Feinde deklariert, von der Stasi beobachtet und auch im Westen verfolgt. Rudi Thurow, der erfolgreich Fluchthilfe betrieb, entkam nur durch glückliche Umstände einem Mordanschlag. Michael Mara sollte entführt und inhaftiert werden, weil er an West-Berliner Schulen Vorträge über die Grenztruppen und den Ausbau der Mauer hielt. Die Berichte der beiden geben Einblicke in das Agieren der Stasi im „Operationsgebiet“ West-Berlin.

Moderation: Dr. Maria Nooke

In Kooperation mit dem Hotel Grenzfall

Ort: Hotel Grenzfall, Ackerstraße 135, 13355 Berlin (direkt hinter dem Dokumentationszentrum)

Flyer [PDF, 500,00 KB]