MI, 30.06.2010 - 19:30 UHR
Mauer im Film

Seit der Teilung Berlins und Deutschlands wurden die Sektorengrenze und ihr Passieren als Ausdruck der Entscheidung zwischen Ost oder West immer wieder zum Thema in Spielfilmen.
Mit der Errichtung der Mauer 1961 erfuhr dieser Prozess eine Dynamisierung: Zwar verteidigten einige DEFA-Filme zunächst den Mauerbau, doch wurde die Mauer selbst im Film kaum gezeigt.
Mit dem Ausbau der Grenzsicherungen war die Darstellung der Mauer unerwünscht oder sogar verboten. Gleichwohl entstanden auch in der DDR einige Filme, in denen die Mauer eine Visualisierung erfuhr.
Vor dem Hintergrund der bundesdeutschen "Mauerspringer"-Filme der Achtziger Jahre soll der filmische Umgang mit der Mauer analysiert und dargestellt werden. Auch nach dem Fall der Mauer standen die Filmszenographen vor Problemen: Waren Originalschauplätze nicht mehr vorhanden, mussten Ersatzorte gefunden oder im Studio nachgebaut werden. Der Vortrag zeigt anhand von Filmbildern und -ausschnitten, auf welche Weise dies jeweils geschah.