FR, 02.10.2009 - 11:00 UHR
Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin

Mit dem Mauerbau am 13. August 1961 wurde die Stadt und damit auch das U- und S-Bahnnetz geteilt. Allerdings fuhren zwei U-Bahn- und eine S-Bahnlinie unter dem Ostsektor durch, ihre Start- und Zielbahnhöfe lagen in West-Berlin. Die unterirdischen Bahnhöfe im Osten waren gesperrt und wurden zu menschenleeren Geisterbahnhöfen, bewacht von Grenzsoldaten der DDR. Ausnahme war der Bahnhof Friedrichstrasse mit seiner Kontrollstelle. Trotzdem versuchten immer wieder Menschen durch die Bahntunnel zu fliehen, was nur wenigen gelang. Nach dem Mauerfall wurden die Bahnhöfe geöffnet und das Verkehrssystem wieder vereinigt.

Die Ausstellung im Nordbahnhof ist Teil der Außenausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer, eine Dokumentation mit seltenen historischen Fotos und Videos.

Ausstellungsgestaltung: ON Architektur Christian Fuchs
Ausstellungsgrafik: Weidner Händle Atelier