DO, 19.11.2009 - 19:30 UHR
Aufbruch im Herbst: Die ostdeutsche Revolution 1989

Der Mauerfall am 9. November 1989, der in diesen Wochen enorme Präsenz im historischen Gedächtnis nicht nur der Bundesrepublik gewonnen hat, war die direkte Folge des demokratischen Aufbruchs in der DDR. Die ostdeutsche Revolution hatte den Durchbruch zur Demokratie aus eigener Kraft unumkehrbar gemacht. Der Massenprotest auf den Straßen bereitete den Weg für die demokratische DDR vom 18. März 1990, ohne die eine Wiedervereinigung Deutschlands nicht möglich gewesen wäre.

Der Vortrag macht nachvollziehbar, wie und weshalb vor 20 Jahren scheinbar auf ewig betonierte Verhältnisse über Nacht ins Tanzen gerieten und die Realität die Phantasie zu überholen schien - ein Gesamtüberblick und eine Deutung auf dem aktuellen Stand der Zeitgeschichtsforschung.

Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke lehrt Zeitgeschichte in Dresden und ist Beiratsvorsitzender der Stiftung Berliner Mauer.