MI, 31.10.2018 - 19:00 UHR
Berlin – Stadt des Protests 1948 / 1968 / 1988

Podiumsdiskussion

2018 jähren sich drei Protestjahre, die in der geteilten Stadt Berlin besonderen Niederschlag fanden:

1948 mobilisierte die SED ihre AnhängerInnen, um Sitzungen von Magistrat und Stadtverordneten zu stören. Zehntausende BerlinerInnen protestierten aber auch gegen die Spaltung Berlins. Höhepunkt war eine Kundgebung mit Oberbürgermeister Ernst Reuter, bei der es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam.

1968 bildete West-Berlin einen zentralen Schauplatz der Studentenbewegung, doch auch im Ostteil regte sich Protest – die Basis für die spätere Oppositionsbewegung. Jetzt verliefen die Konflikte nicht mehr entlang, sondern quer zu den Systemgrenzen des Kalten Krieges: Nicht Unterstützung, sondern Kritik an der eigenen Obrigkeit war das Ziel.

1988 führte ein tiefsitzendes Misstrauen gegenüber den politischen Führungen zu Gegenaktionen in beiden Stadthälften. Anlasse waren die Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in Ost- und die Jahrestagung von IWF und Weltbank in West-Berlin.

Die Podiumsdiskussion fragt nach Wandel und Kontinuitäten von Protest in Ost- wie West-Berlin und beleuchtet AkteurInnen, Mobilisierung und Formen des Protests.

Einführung:
Dr. Sarah Bornhorst und Dr. Gerhard Sälter, Stiftung Berliner Mauer

Moderation:
Dr. Stefanie Eisenhuth, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Es diskutieren:
Prof. Dr. Philipp Gassert, Universität Mannheim;
Dr. Elke Kimmel, BARNIM PANORAMA;
Dr. Simon Teune, Technische Universität Berlin

Ort: Gedenkstätte Berliner Mauer | Besucherzentrum
Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Eintritt frei
Keine Anmeldung erforderlich



Einladungskarte [PDF, 1,1 MB]