FR, 19.02.2010 - 19:30 UHR
"Mauerblicke" von Marcus Kaiser

Zum Ende des Jahres 1989 reiste der Künstler Marcus Kaiser nach Berlin. Die Berliner Mauer war bereits durchdrungen von unzähligen Öffnungen, Löchern und Durchbrüchen. Einige dieser Öffnungen benutzte er als Gehäuse für eine Camera Obscura (Lochkamera), um jeweils in beide Richtungen, nach Ost und nach West, Bilder herzustellen. Vom Reichstag über den Potsdamer Platz und das Prinz-Albrecht-Gelände bis zum Grenzübergang Prinzenstraße.

Marcus Kaiser wurde 1966 in Stuttgart geboren. Er studierte Fotografie und Film an der Fachhochschule Bielefeld und postgradiert Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung/ZKM in Karlsruhe. In seinen Fotografien, Installationen und Filmen thematisiert Marcus Kaiser die bildliche Präsenz zeitgeschichtlicher Zeichen, Orte und Ereignisse. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Untersuchung des Mediums der Fotografie auf ihre Funktion und Bedeutung für unser kulturelles Gedächtnis. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt: u.a. im
ZKM Karlsruhe, Forum für aktuelle Kunst Aachen, Stadtmuseum Berlin, Zacheta Nationalgalerie Warschau, Kunstmuseum Heidenheim, Berlinische Galerie, Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund.

Die Ausstellung ist bis zum 31. März 2010 im Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer zu sehen.