DO, 12.08.2010 - 19:30 UHR
„Wir haben viel verloren, aber das Höchste gewonnen: unsere Freiheit“ - Berichte von DDR-Flüchtlingen über die Situation nach dem Mauerbau

Kooperationsveranstaltung mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Zeit: 12. August 2010, 19.30 Uhr
Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Begrüßung: Dr. Axel Klausmeier, Stiftung Berliner Mauer
Grußwort: Prof. Dr. Hansjörg Geiger, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.
Einführung: Dr. Maria Nooke, Stiftung Berliner Mauer

Lesung von Flüchtlingsberichten mit dem Schauspieler Matthias Habich u.a.

Am 13. August 1961 schaute die Welt voller Entsetzen auf die Ereignisse in Berlin. Mitten durch die Stadt wurde Stacheldraht ausgerollt und schließlich eine Mauer gebaut. Sie teilte Berlin und mauerte die DDR-Bevölkerung ein. Mit unglaublicher Härte und ideologischem Druck sicherte die SED-Führung die Maßnahmen nach innen ab. Die Berichte der Menschen, denen die Flucht in den Westen mit Hilfe einer studentischen Fluchthilfegruppe gelang, geben einen erschütternden Einblick in die veränderte Alltagssituation nach dem Mauerbau.
Die Berichte wurden auf Initiative des Fluchthelfers Dieter Thieme in den Monaten nach dem Mauerbau gesammelt. Gemeinsam mit Detlef Girrmann, Bodo Köhler und zahlreichen Studenten verhalf er mehr als 2.000 Menschen zur Flucht. Dieter Thieme verstarb am 10. Juni 2010 – aus diesem Anlass wird auch an sein Wirken erinnert. Detlef Girrmann, Bodo Köhlers Witwe und andere Akteure werden voraussichtlich an der Veranstaltung teilnehmen.

Matthias Habich, 1940 in Danzig geboren, gehört zu den profiliertesten deutschen Theater- und Filmschauspielern. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet (mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Goldenen Löwen, der Lola, 2x mit dem Adolf-Grimme-Preis). 2009 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Er spielte in vielen internationalen Produktionen. Große Beachtung wurde ihm in zwei Filmen von Caroline Link zuteil, in „Jenseits der Stille“ (1995) und „Nirgendwo in Afrika“ (2001). Ersterer wurde für den besten ausländischen Film zum Oscar nominiert, letzterer gewann die begehrte Trophäe 2003 in genau dieser Kategorie.
Zu seinen wichtigsten TV-Produktionen gehört "Klemperer – Ein Leben in Deutschland" (1998/99), wo er den jüdischen Professor Viktor Klemperer verkörperte, der mit seinen Tagebüchern aus dem Dritten Reich postum zum Bestseller-Autor avancierte und die Romanverfilmung von Uwe Johnsons "Jahrestagen" (2000)

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